29.09.2026

MV Zürich

Mietpreise steigen in der Stadt Zürich um rund drei Prozent

Die Stadt Zürich hat am 29. September die neuen Daten der Mietpreiserhebung publiziert. Der Anstieg der Mietpreise zwischen 2024 und 2026 fällt zwar moderater aus als in der Vorperiode (2022-2024), das lindert den Kostendruck auf die Mieter*innen aber in keiner Weise.

Während die Preise der Bestandesmieten in der Stadt Zürich zwischen 2022 und 2024 um 6.5% pro Quadratmeter gestiegen sind, sind sie zwischen 2024 und 2026 um 3.1% gestiegen. Dennoch kann nicht von einer Beruhigung der Mietpreisspirale gesprochen werden. Bei der letzten Mietpreiserhebung 2024 spielten diverse kostentreibende Faktoren eine Rolle: 2023 stieg der Referenzzins gleich zwei Mal an, was bei jedem Erhöhungsschritt einen Aufschlag von 3% auf die Nettomiete einer Wohnung erlaubt. Zudem zogen die Baupreise sowie die allgemeine Teuerung nach dem Ende der Corona-Pandemie stark an.

Mieten steigen stärker als Teuerung

Die aktuelle Mietpreiserhebung 2026 fiel hingegen in eine Zeit der Preisstabilisierung. Die Baukosten stiegen weniger stark an, zudem sank der Referenzzinssatz seit der Mietpreiserhebung 2024 zwei Mal, was einen dämpfenden Effekt auf die Bestandesmieten hat. Trotz dieser eher preisbremsenden Faktoren liegt die Teuerung bei den Mietpreisen immer noch höher als die allgemeine städtische Teuerung, welche im gleichen Zeitraum 1,2 Prozent beträgt. Ein klares Zeichen dafür, dass der Druck auf das Portmonee der Mieter*innen immer grösser wird und keine Trendwende bei den Mietpreisen absehbar ist.

Mietpreis-Initiative
Gegen die ungebremste Mietpreisspirale

Die neue Mietpreiserhebung der Stadt Zürich belegt mit Daten, was Mieter*innen tagtäglich am eigenen Leib erfahren: Die Mietpreise sind zu hoch und werden immer höher. Um dem entegegenzuwirken, hat der Mieterinnen- und Mieterverband die Mietpreise-Initiative lanciert und im Juni 2026 mit über 140'000 Unterschriften eingereichte.

Die Mietpreis-Initiative setzt endlich durch, was eigentlich schon Realität sein sollte: Mieten dürfen nicht missbräuchlich hoch sein. Sie müssen sich an den tatsächlichen Kosten einer Liegenschaft plus einer angemessenen Rendite orientieren – nicht an maximalen Profiten. Das steht zwar seit langem im Gesetz - wird aber in der Praxis kaum kontrolliert. Deshalb bezahlen Mietende jeden Monat durchschnittlich 360 Franken zu viel. Die Mietpreis-Initiative ändert das: Mieten werden automatisch und regelmässig überprüft. So können missbräuchlich hohe Mieten endlich wirksam gesenkt werden.