12.06.2020

Corona-Krise: Beispiele von betroffenen Mieterinnen und Mietern

In der Corona-Krise spitzen sich rechtliche Konflikte zwischen Vermieter- und Mieterschaft zu. Lesen Sie hier einige anonymisierte Beispiele von Betroffenen.

Unter Druck trifft kaum jemand gute Entscheidungen

Eine Geschäftsmieterin einer Praxis erhält von der Swiss Life das Angebot, dass sie ihre Miete der letzten zwei Monate erst in einem Jahr bezahlen muss. Was grosszügig klingt, hat einen Haken. Unterschreibt sie die Stundungsvereinbarung, verliert sie den Anspruch auf mögliche  Mietzinsreduktionen. Während der Bund noch an diesen feilt, hält unser Anwalt der Mieterin den Rücken frei.

Ein Rechtsstreit wie dieser kann einem gesunden Unternehmen das Genick brechen. Lassen Sie es nicht so weit kommen.

Kaum mehr Arbeit und dann die Wohnung weg?

Weil das Haus aus den 60ern in die Jahre gekommen ist und saniert werden  soll, wird einem Taxifahrer die Wohnung gekündigt. Ihn trifft es gleich doppelt und dreifach. Durch die Corona-Krise ist sein Einkommen eingebrochen, er  kann seinen Verpflichtungen gerade noch nachkommen. In dieser Situation eine vergleichbar günstige Wohnung zu finden, ist beinahe unmöglich. Dank der Kostengutsprache des Solidaritätsfonds wagt der Betroffene den Schritt zum Kündigungsschutzverfahren.

Einkommen weg, Erspartes weg, Wohnung weg. Die Hoffnung bleibt.

Unfreiwilliger Zügeltermin für alleinerziehende Mutter

Der Ehemann hat sich aus dem Staub gemacht und die Miete nicht mehr bezahlt. Die alleinerziehende Mutter hat mit aller Kraft und Unterstützung der Familie die offenen Schulden begleichen können und einen befristeten Mietvertrag erhalten. Dieser läuft mitten in der Corona-Krise aus. Ein Umzug ohne Hilfe und mit  Kindern ist schlicht unmöglich. Gemeinsam kämpfen wir für einen neuen  Mietvertrag.

Fristen laufen knallhart weiter. Wir verschaffen Luft.