16.07.2020

Mietrechtliche Beratungen in Coronazeiten

Einen schlechteren Zeitpunkt hätte sich die Coronapandemie aus Sicht Geschäftsstelle nicht aussuchen können: Im Februar und März unterstützen wir mit einigem Mehraufwand die Betroffenen der Massenkündigung Brunnmattstrasse in Kriens. Anfangs März kam dann das mietrechtliche Grossereignis Referenzzinsenkung hinzu und löste eine zusätzliche Beratungswelle aus.

Zwei Wochen später brachte Covid 19 auch die Schweiz beinahe zum Stillstand. Unsere Direktberatungen mussten wir quasi über Nacht einstellen. Stattdessen häuften sich neuartige mietrechtliche ‘Corona-Anfragen’. Eine Beraterin ging wegen zu betreuender Kinder ins Homeoffice. Jemand Weiteres fiel krankheitsbedingt für einige Tage aus.

Währenddem Emails mit Beratungsanfragen beinahe schon im Minutentakt auf die Geschäftsstelle hereinprasselten, reagierte das Team zunehmend mit Kreativität und Flexibilität. Und stiess bei den Mitgliedern auf viel Verständnis, dass es bis zur Antwort auch mal etwas länger dauerte als die sonst üblichen zwei Arbeitstage. Parallel dazu informierte ab dem 25. März eine Ampel auf unserer Homepage über den Bearbeitungsstand: Rot: «Verschieben Sie Ihre Anfrage wann immer möglich auf später.» Gelb: «Richten Sie vor allem dringende Anliegen an uns.» Grün: «Ihr Anliegen wird wie gewohnt innert zweier Arbeitstage beantwortet.» Und in dieser Reihenfolge konnten wir die Ampel nachjustieren, bis am 14. April wieder so etwas wie Normalität eingekehrt war. Etwas fehlte aber noch: Dann aber, am 19. Mai konnten wir endlich wieder unter Wahrung der Pandemievorschriften Direktberatungen auf der Geschäftsstelle anbieten.

Hektische – aber auch lehrreiche Wochen liegen hinter uns. Wir wünschen weiterhin gute Gesundheit. Und danken Ihnen an dieser Stelle für die gute Kooperation.

Cyrill Studer Korevaar, Geschäftsleiter