
07.05.2026
Einseitige Darstellung des Gewerbeverbands
Der Gewerbeverband propagiert gegenüber den Medien eine interne Umfrage. Bereits im Vorfeld stellt der MV Basel einige Punkte ins rechte Licht.
Der Basler Wohnschutz funktioniert bestens. Dank ihm gibt es seit 2022 keine Massenkündigungen mehr, und die Mietzinserhöhungen nach Sanierungen bleiben mässig. Weiterhin wird aber für Dutzende Millionen in Basel saniert, allerdings nur noch, was notwendig ist, und nichts mehr, was Rendite fördern soll.
Statistik zeichnet ein abweichendes Bild
Vor diesem Hintergrund verblassen die Angaben einer «Umfrage» des Gewerbeverbands, wie sich bereits aufgrund der vorliegenden Unterlagen erhärten lässt.
Die nachfolgenden Statistiken sollen Klarheit schaffen und den Gegensatz zur Propaganda «Anti-Wohnschutz» verdeutlichen.
1. Kein Einbruch bei Investitionen in Umbau und Erweiterung 2024. Gemäss Zahlen des Bundesamtes für Statistik sind die Investitionen in Umbau, Erweiterung und Abbruch im Kantons Basel-Stadt 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 8.3 Prozent gestiegen.
Siehe unten (1): Bauausgaben und Arbeitsvorrat nach Art der Arbeiten und nach Kantonen.
2. Sinkende Arbeitslosigkeit im Baugewerbe 2025. Nach einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Baugewerbe im Jahr 2024 sank diese gemäss dem Statistischen Amt Basel-Stadt im Jahr 2025 deutlich unter den Wert von 2023.
Siehe unten (2): Arbeitslosenquote nach Branche.
3. Investitionsvolumen auf Niveau des langfristigen Durchschnitts. In einer langfristigen Betrachtung zeigen die Daten des Statistischen Amtes, dass das Volumen von Bauvorhaben bei privaten Bauten und Hochbau im Durchschnitt liegt. Die Jahre 2016 bis 2021 verzeichneten ein ungewöhnlich hohes Niveau.
Siehe unten (3): Bauvorhaben in Millionen Franken nach Auftraggeber seit 1996.
Frühere hohe Umsätze wurden von Mieterinnen und Mieter bezahlt
Glaubt man, obwohl nicht repräsentativ, der Behauptung des Gewerbeverband bezüglich der Umsatzeinbussen, und sollte dies, was offenbleiben kann, tatsächlich in Zusammenhang mit Verbesserungen auf dem Wohnungsmarkt dank Wohnschutz stehen, dann wäre dies als Ausdruck erhöhter Fairness auf dem Wohnungsmarkt.
Dies liesse nur den Umkehrschluss zu, dass bis vor Wirksamwerden des Basler Wohnschutzes die Mieterinnen und Mieter in Basel und Riehen im Umfang der jetzt einbrechenden Umsätze geschröpft worden sind. Dies deckt sich mit unserer langjährigen Analyse.