Paritätische Lebensdauertabelle MV / HEV Schweiz

Auszug aus der paritätischen Lebensdauertabelle

 

Wählen Sie das gewünschte Gebäudeteil:Geben Sie den gesuchten Gegenstand ein:
 
 
z.B.: Maler* +Dach* findet Malerarbeiten an Dächern


Die kursiv gesetzten Richtpreisangaben innerhalb der Lebensdauertabelle wurden vom MieterInnenverband erhoben und sind nicht Bestandteil der paritätisch festgelegten Richtwerte.

Reduktion der Lebensdauer bei besonderer Nutzung

Insbesondere Boden-, Wand- und Deckenbeläge

Büros

20%

Gewerbe mit wenig Beanspruchung (z.B. Läden)

25%

Gewerbe mit viel Beanspruchung (z.B. Restaurant)

50%


Zur Anwendung der Lebensdauertabelle bei «wertvermehrenden Investitionen» finden Sie  hier ein Berechnungstool




Die "Lebensdauertabelle" wird von folgenden Verbänden ihren Mitgliedern zur Anwendung empfohlen: Schweizerischer Versicherungsverband (SVV); Schweizerischer Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT); Schweizerischer Verband für Wohnbau- und Eigentumsförderung (SWE); Schweizerischer Verband für Wohnungswesen SVW; Verband der Immobilien-Investoren (VIV); Vereinigung Zürcher Immobilienfirmen (VZI); Schweizerischer Verband Liberaler Baugenossenschaften (VLB)

 80-seitige MV Broschüre mit der "Lebensdauertabelle" bestellen


Die Tabelle enthält Richtlinien für die voraussichtliche Lebensdauer verschiedener Einrichtungen in Wohn- und Geschäftsräumen. Die angegebene Lebensdauer basiert jeweils auf Durchschnittswerten für mittlere Material- und Arbeitsqualitäten bei normaler, durchschnittlicher Beanspruchung durch die Mieterschaft. Sofern eine überrmässige Abnützung vorliegt, werden Instandstellungskosten zwischen den Mietparteien aufgrund der angegebenen Lebensdauer aufgeteilt.

Bei kleineren übermässigen Abnutzungen, die einer Nachmieterschaft zugemutet werden können (z.B. bei Kratzern auf der Küchenabdeckung, offenen Dübellöchern, abgeschlagener Farbe an Radiatoren, Türrahmen und exponierten Stellen) müssen durch die Mieterschaft nur Reparaturkosten übernommen werden. In solchen Fällen ist oft sowohl Vermieter- als auch Mieterschaft mit einer Minderwertentschädigung am besten gedient.


Bei laufenden Mietverhältnissen hat die Mieterschaft keinen Anspruch darauf, dass Einrichtungen automatisch erneuert oder ersetzt werden, wenn deren Lebensdauer abgelaufen ist. Ein entsprechender Anspruch des Mieters besteht nur dann, wenn Einrichtungen mangelhaft sind. Eine Einrichtung gilt zudem nur als mangelhaft, wenn deren Weiterbenutzung im bisherigen Zustand dem Mieter in objektiver Hinsicht nicht mehr zugemutet werden kann. Zur Vornahme von so genannten Schönheitsreparaturen ist der Vermieter nicht verpflichtet.


Ist die Mangelhaftigkeit einer Einrichtung allerdings durch die Mieterschaft verschuldet, so muss diese für die entsprechenden Reparaturkosten bzw. anteilmässig für die Kosten einer Ersatzanschaffung oder Erneuerung im Rahmen der noch nicht abgelaufenen Lebensdauer aufkommen. Muss z.B. der beim Einzug neu gelegte Spannteppich im Wohnzimmer nach sechs Jahren ersetzt werden, weil dieser durch einen umgekippten Christbaum stark beschädigt wurde (Brandspuren, Kerzenwachsflecken), so muss der Mieter 40% der Kosten des neu anzuschaffenden Spannteppichs übernehmen (Lebensdauer eines Spannteppichs mittlerer Qualität 10 Jahre).


Kleinere Einrichtungsgegenstände, die im Laufe des Mietverhältnisses defekt werden, müssen auf Kosten der Mieterschaft ersetzt werden. In der Tabelle sind Beispiele solcher Gegenstände mit kU (kleiner Unterhalt) bezeichnet.