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Bausparmodell BL: Kein nachweisbarer Erfolg

Seit 1990 kennt der Kanton Basel-Landschaft als einziger Kanton der Schweiz das steuerbefreite Bausparen. Dieses ist allen Beteuerungen zum Trotz seit vielen Jahren gesetzeswidrig. Nun versuchen die Befürworter rund um den kantonalen Finanzdirektor Adrian Ballmer und den abtretenden Chef der Wirtschaftskammer Baselland Hans Rudolf Gysin dieses Steuerprivileg zu retten. Doch die Argumente sind mehr als zweifelhaft und entpuppen sich bei genauem Hinsehen als reine Abstimmungspropaganda.

 

 

Falls es sich tatsächlich um ein erfolgreiches Modell handeln würde, so müsste dies ja mit Zahlen belegbar sein. Doch diese zeigen ein anderes Bild. Zwar ist die Wohneigentumsquote, die im Jahre 1990 noch 34 Prozent betrug, in vielen Kantonen und auch im Baselbiet deutlich angestiegen. Doch dieser Anstieg war in 10 Kantonen höher, als er im Baselbiet zu verzeichnen war. Und diese 10 Kantone kennen das Bausparen nicht.

Zudem weisen die Befürworter gerne auf positive ökonomischen Entwicklungen hin, die sich aus einer Wertschöpfung ergäben, welche ohne Bausparen so nicht stattfinden würden. Doch auch bei dieser Behauptung fehlt der ökonomische Sachverstand, würden die entsprechenden Gelder kaum unter der Matratze versteckt, sondern ganz einfach anderweitig ausgegeben.

 

 

Deshalb sprechen sich sowohl sämtliche sachlichen Studien wie auch der Bundesrat und die überwiegende Mehrheit der Finanzdirektoren gegen das Baselbieter Bausparen aus. Die Hochschule Luzern beispielsweise untersuchte die gängigen Regelungen und kam zum Schluss, dass diese Form der Steuerprivilegierung zukünftiger Wohneigentümer keinerlei Auswirkungen auf den Wohneigentümeranteil hat. 

 

 

>> Berichterstattung NZZ vom 19. März 2010

>> Studie: Bausparen - Eine ökonometrische Wirkungsanalyse kantonaler Bausparmodelle

>> Chronik der Auseinandersetzung  

>> www.bausparen-nein.ch

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